Interview mit Erzieherin Anita Beltle

So wird Geborgenheit und beziehungsvolle Pflege in der Wichtel Akademie gelebt

Seit vielen Jahren arbeiten Mitarbeiter der Wichtel Akademie, die eine besondere Leidenschaft für ein bestimmtes Fachgebiet mitbringen, regelmäßig daran, die pädagogische Qualität in unseren Häusern stetig und weiter auszubauen. Hierfür haben sie gemeinsam die pädagogischen Standards der Wichtel Akademie erarbeitet. Unsere „Trainer für pädagogische Standards“ führen Schulungen durch, um Ihr Wissen mit allen Mitarbeitern der Wichtel Akademie zu teilen. Anita Beltle, Erzieherin in der Wichtel Akademie Sendling-Westpark, übernimmt dies für den Standard Geborgenheit und beziehungsvolle Pflege.

Wichtel Magazin: Liebe Anita, stell‘ Dich doch bitte mal kurz vor.
Anita: Ich heiße Anita Beltle und arbeite seit über zwei Jahren als Gruppenleitung in der Krippen-Fröschegruppe in Sendling-Westpark. Davor habe ich Kindheitspädagogik in Freiburg studiert und während eines Praktikums in Biederstein die Wichtel Akademie kennengelernt. Zurzeit mache ich noch eine externe Weiterbildung zur systemischen Beraterin, bei der mich die Wichtel Akademie unterstützt, in dem sie mir den zeitlichen Raum hierfür gibt.

Wichtel Magazin: Wie ist bei Dir die Leidenschaft für das Thema Geborgenheit und beziehungsvolle Pflege entstanden?
Anita: In der Arbeit mit den Kindern habe ich schnell gemerkt, dass es am allerwichtigsten ist, dass sie sich wohl und geborgen fühlen. Durch Rituale, einen strukturierten Alltag und die beziehungsvolle Pflege unterstützen wir die Kinder dabei, sich einzugewöhnen und sicher zu fühlen.

Wichtel Magazin: Wie lebt Ihr Geborgenheit in Eurer Einrichtung? Was ist Dir hierbei besonders wichtig?
Anita: Besonders wichtig ist mir, dass wir uns Zeit nehmen, damit sich jedes Kind angenommen fühlt. Ich verkürze lieber die Zeit auf dem Spielplatz, damit in Übergangssituationen keine Hektik stattfindet, denn beziehungsvolle Pflege und Zeitdruck passen nicht zusammen. Das bedeutet aber nicht, dass man nicht auch mal mit drei Kindern in den Wickelraum gehen kann. Wichtig ist es, auf die Bedürfnisse des einzelnen Kindes einzugehen.

Wichtel Magazin: Was erwartet die Mitarbeiter in Deiner Schulung?
Anita: Wir diskutieren zunächst was den Begriff Geborgenheit ausmacht und warum er in der Wichtel Akademie einen so hohen Stellenwert hat. Gemeinsam überlegen wir dann, wie wir Geborgenheit und beziehungsvolle Pflege in der
Praxis umsetzen können. Wir besprechen gelungene Beispiele von Raumkonzepten, Ritualen und Regeln. Ich zeige zum Beispiel eine Wickel-Situation des Kinästhetik Infant Handling, wir klären aktuelle Hygienestandards und auch,
warum auch die Elternarbeit so wichtig für das Wohlfühlen der Kinder ist.

Wichtel Magazin: Für wen sind diese Schulungen  interessant?
Anita: Natürlich für neue Mitarbeiter, aber auch für erfahrene Pädagogen, die ihr Wissen wieder auffrischen möchten. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen.

Wichtel Magazin: Danke Anita