Bildungsverständnis in Kinderkrippe und Kindergarten

Unser Bildungsverständnis in der Kinderkrippe und im Kindergarten baut auf unserem „Bild vom Kind“ als Akteur seiner eigenen Entwicklung und Bildung auf. Kinder wollen sich aktiv, mit all ihren Sinnen und ihren bisher gemachten Erfahrungen einbringen und sich zusammen mit anderen auf die Entdeckung der Welt einlassen. Dabei muss ihnen diese Reise Spaß und Freude bereiten. Denn aus der Forschung wissen wir heute, dass nur mit Freude erlerntes auch dauerhaft bleibt und in guter Bildung resultiert. Bildung gestaltet sich im Kindesalter als sozialer Prozess, an dem sich Kinder und Erwachsene aktiv beteiligen. Unser Ziel ist es, dass Kinder bewusst lernen und ein Verständnis für Lernprozesse entwickeln. Nur durch eine intensive Zusammenarbeit, den kommunikativen Austausch und das Interesse des Erwachsenen am Thema des Kindes und seiner Wahrnehmung, entsteht ein gemeinsames Verständnis.

https://www.youtube.com/watch?v=v4VCwI7vP70

Die Bildung in unseren Kinderkrippen und Kindergärten ist weltoffen. Das Interesse der Kinder an anderen Kulturen, Sprachen und Bräuchen wird dabei geweckt und gepflegt. Offenheit und Neugier an Andersartigkeit werden vorgelebt und auf kindgerechte Art und Weise auf sie eingegangen.

In unserer heutigen individualisierten Wissensgesellschaft verändern sich die Anforderungen an das Fach- und Spezialwissen rasch, sodass die Entwicklung und der Erwerb von Kompetenzen und die Entwicklung der Bereitschaft zu lebenslangem Lernen in den Vordergrund gestellt werden.

Die fünf Bildungsbereiche der Wichtel Akademie

Im Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan (BayBEP) sind elf Bildungsbereiche aufgeführt, die die Wichtel Akademie in fünf Bildungsbereichen zusammenfasst. Diese fünf Bildungsbereiche finden im Rahmen der pädagogischen Arbeit in unseren Kinderkrippen und Kindergärten Berücksichtigung. So dokumentieren unsere Erzieher täglich auf Infoboards vor jedem Gruppenraum die Tagesaktivitäten mit den Kindern und die dabei angesprochenen Bildungsbereiche.

Ästhetik, Kunst, Musik

Kinder entdecken und erforschen ihre Umwelt von Geburt an und machen dabei erste ästhetische Erfahrungen, indem sie die Welt mit allen Sinnen wahrnehmen. Kunst verstärkt die sinnliche Wahrnehmung und die Erlebnisfähigkeit von Kindern. Durch unterschiedliche Anreize lernt das Kind spielerisch mit seiner Phantasie umzugehen und das Erlebte kreativ auszudrücken. Mithilfe von Musik drücken Kinder ihre eigenen Gedanken und Emotionen aus.

Bewegung, Rhythmik, Gesundheit

Bewegung ist eine der grundlegenden Ausdrucksformen, mit deren Hilfe Kleinkinder erste Eindrücke von der Welt sammeln, Kenntnisse über den eigenen Körper erwerben und mit der Umwelt kommunizieren. Rhythmik ist ein ganzheitlicher Ansatz, in dem Bewegung, Musik, Sprache und Rhythmus aufeinander bezogen sind. Gesundheit bezieht sich sowohl auf das körperliche als auch auf das seelische, geistige und soziale Wohlbefinden der Kinder.

Mathematik, Naturwissenschaften, Umwelt

Mathematisches Denken ist die Basis für lebenslanges Lernen sowie Grundlage für Erkenntnisse in fast jeder Wissenschaft, der Technik und Wirtschaft. Das mathematische Denken entwickeln Kinder in der Auseinandersetzung mit Materialien und im kommunikativen Austausch mit Erwachsenen. Schon Kleinkinder zeigen großes Interesse am Erforschen der Alltagsphänomene, der Natur und Technik. Umweltbildung und -erziehung beziehen sich einerseits auf Erfahrungen und Erlebnisse der Kinder in der Natur selbst, aber auch Umweltschutz und Nachhaltigkeit werden hier intensiv behandelt.

Werteorientierungen, Emotionalität, soziale Beziehungen

Ethische Bildung und Erziehung unterstützen die Kinder in der Auseinandersetzung mit Fragen über Leben und Tod, Sinn und Wert sowie Gott und die Welt. Sie bildet die Basis, auf der Kinder ihre eigene Sicht auf die Welt entwickeln, Antworten finden und die eigene Urteils-und Bewertungsfähigkeit entfalten können. In den ersten sechs Lebensjahren lernen Kinder in der Interaktion und mit Unterstützung von Erwachsenen, die eigenen Emotionen nonverbal und verbal auszudrücken, diese zu verstehen und sinnvoll zu regulieren. Eng mit der Entwicklung der Emotionalität verbunden sind der Erwerb sozialer Kompetenzen und die Gestaltung sozialer Beziehungen.

Sprache, Literacy, Medien

Sprachkompetenz ist eine grundlegende Voraussetzung für die emotionale und kognitive Entwicklung der Kinder und eine Schlüsselqualifikation für schulischen und beruflichen Erfolg sowie gesellschaftliche Integration. Literacy bezieht sich auf Kompetenzen und frühkindliche Erfahrungen rund um die Buch-, Reim-, Erzähl- und Schriftkultur und entwickelt sich lebenslang weiter. Medienkompetenz bezieht sich auf den bewussten, kritischen und verantwortlichen Umgang mit Medien.

Die Kraft der Sprache

https://www.youtube.com/watch?v=4DcN1wdmyRQ

Basiskompetenzen

Basiskompetenzen sind grundlegende Fähigkeiten, die Menschen benötigen, um miteinander zu interagieren. Ihnen zugrunde liegt die Annahme, dass jeder Mensch drei grundlegende Bedürfnisse hat: Er möchte sozial eingebunden sein und geliebt werden, eigene Entscheidungen treffen (Autonomie erleben) und etwas aus eigener Kraft können (Kompetenzerleben). Unsere Aufgabe ist es, die Kinder beim Erwerb dieser Kompetenzen zu unterstützen, denn sie sind entscheidend dafür, wie sich die Kinder später in verschiedensten Lebenssituationen zu Recht zu finden werden.