Bild vom Kind

Der neugeborene Mensch kommt als „kompetenter Säugling“ zur Welt und ist Konstrukteur seiner individuellen Entwicklung. Als Neugeborene verfügen Kinder schon über Grundfähigkeiten, um Denkprozesse zu entwickeln. Sie streben mit allen Sinnen danach, Erfahrungen zu machen. Kinder gestalten ihre Bildung und Entwicklung von Geburt an aktiv forschend mit. Dabei unterscheiden sich die Kinder durch ihre Persönlichkeit und ihre individuellen Vorlieben und Neigungen.

Jedes Kind ist ein Individuum

Unser Ziel ist es, jedes einzelne Kind in der Kinderkrippe und im Kindergarten individuell und gemäß seiner persönlichen Entwicklung zu begleiten. Unsere Mitarbeiter schaffen anregende und vorbereitete Umgebungen, in denen das Kind ideale Möglichkeiten findet, um sich mit seiner Umwelt auseinanderzusetzen und unterschiedliche Spiel- und Lernformen zu erfahren. Dabei lernt das Kind Freundschaften zu schließen, selbstständig und in geborgener Atmosphäre die Welt zu erforschen und das Vertrauen zu seinen Bezugspersonen aufzubauen.

Kinder haben Rechte – universell verankert in der UN-Kinderrechtskonvention. Sie haben insbesondere ein Recht auf bestmögliche Bildung von Anfang an. Denn frühkindliche Bildung ist das Fundament einer gelungenen Bildungsbiographie. Für dieses Ziel arbeiten wir in unseren Kinderkrippen und Kindergärten nach unserem pädagogischen Konzept.

4 Säulen für eine glückliche Kindheit

4 Säulen für eine glückliche Kindheit - Wichtel Akademie München

Unser Bild von einer „glücklichen Kindheit“ basiert auf diesen vier Säulen, denen als Basis eine gelungene Erziehungs- und Bildungspartnerschaft mit den Eltern zugrunde liegt.

Individualität

Das Kind erschließt sich die Welt auf seine eigene Art und Weise. Der Erwerb von Kompetenzen richtet sich nach individuellen Bedürfnissen und Interessen. Durch die Entwicklungsbeobachtung stellen die pädagogischen Mitarbeiter fest, welche Bedürfnisse und Interessen das Kind hat, welche Fragen es stellt und leiten daraus ihr pädagogisches Handeln individuell ab.

Geborgenheit und Wohlbefinden

Als Grundbedürfnisse sind Geborgenheit und Wohlbefinden wichtige Voraussetzung für eine gute, emotionale, kognitive und motorische Entwicklung der Kinder. Die Beziehungsqualität zwischen pädagogischer Mitarbeitern und Kind hat einen entscheidenden Einfluss auf die Gehirnentwicklung des Kindes und spiegelt sich vor allem in der Haltung der Erzieher, Kinderpfleger und Berufspraktikanten wieder.

Partizipation und Ko-Konstruktion

Die Teilhabe, also Partizipation in Kinderkrippe und Kindergarten bedeutet, dass unsere pädagogischen Mitarbeiter die Kinder so oft wie möglich an Entscheidungen beteiligen. So wird den Kindern bewusst, dass ihre Meinung wichtig ist und einen Unterschied macht. Sie erleben durch die Partizipation Wertschätzung und gewinnen  Selbstvertrauen. Sie gestalten aktiv ihren Alltag und nehmen Einfluss auf Planungs- oder Entscheidungsprozesse, die sie selbst betreffen. Die pädagogischen Mitarbeiter befähigen die Kinder durch die Partizipation zur Selbstbestimmung, gesellschaftlicher Mitverantwortung und sozialem Engagement.

Praktische Beispiele der Partizipation in der Wichtel Akademie:
  • Auswahl von Musik
  • Ideenwände
  • Kinderkonferenzen
  • Raumgestaltung

Ko-Konstruktion meint, dass das Lernen durch Zusammenarbeit stattfindet und die Lernprozesse von Kindern und Fachkräften gemeinsam konstruiert werden. Entscheidend ist, dass das Kind und seine Umwelt aktiv sind und die Kinder aktive Konstrukteure ihres Wissens sind, wie zum Beispiel das unterstütze selbständige Lösen von Konflikten.

Bildungs- und Entwicklungsbegleitung

Die pädagogischen Mitarbeiter sehen sich als Bildungs- und Entwicklungsbegleiter und begegnen dem Kind auf Augenhöhe. Sie gehen auf das Kind zu und nehmen es individuell wahr. Die Beziehung zwischen Kindern und Erwachsenen ist von Respekt und Verständnis gekennzeichnet.